Ergo, oder wie man früher sagte: „Victoria“
Die Victoria-Versicherung aus Düsseldorf war einmal ein sehr bekanntes Unternehmen. Ein Versicherer mit Tradition, der vielen bekannt ist.
Doch all das ist nun weg. Victoria, der traditionsreiche Name, wurde zu „Ergo“. Besser passt zu „Ergo“ zwar „Ego“ oder „Ärger“, aber das ist eine andere Sache. Abgesehen davon, dass sich im persönlichen Gespräch mit vielen Alteingesessenen über die Namensänderung Unmut breitgemacht hatte, hat bei mir ein Werbespot das Fass zum Überlaufen gebracht.
Ja, wir sind alle ja so jung und dynamisch! Am besten ekeln wir alle Älteren raus. Wer will schon Kompetenz oder Erfahrung? KEINER. KEIN MENSCH WILL DAS MEHR.
Abgesehen davon, dass ich es extrem armselig finde, dass sich I. B. David für eine derart diskriminierende Werbung hergibt, will der Werbespot etwas ganz anderes vermitteln: Mit „graue Herren“ sind nämlich die älteren Mitarbeiter gemeint, die hier anhand ihrer Haarfarbe und dem Wort „Herren“ stereotypisiert werden. Denn seit mehreren Tagen plagt die Ergo uns in Darmstadt mit riesiger Werbung auf den öffentlichen Werbewänden mit diesem Satz: „Ich möchte von Menschen versichert werden. Nicht von grauen Herren.“ Drauf sind natürlich junge, schöne Menschen, die offenbar die Mitte aller Mitarbeiter der Ego, ups, „Ergo“ darstellen sollen.
Selbstverständlich sind hier erst recht die älteren Mitarbeiter gemeint. Sollte das nicht so sein, so ist eine „Verwechslung“ mindestens gewollter Begleitfaktor. Ein solcher Fehler fällt einem nicht erst später auf. Das kann einfach nicht sein, wenn der Werbespezialist der Ergo nicht einen IQ unter dem eines Toastbrots hat. Das ist so beabsichtigt, da bin ich mir relativ sicher. Wenn man den Werbespot nicht gesehen hat, dann erst recht. Wenn man dann auch noch „Momo“, eines der besten Bücher der Weltliteratur, als Begleitbeispiel daher nimmt, dann macht es die Werbung noch sehr viel abstoßender.
Und damit ist es meiner Meinung nach natürlich ein ganz klarer Verstoß gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz („Antidiskriminierungsgesetz“), welches Diskriminierungen aufgrund des Alters ausschließt. Außerdem ist der Spot zutiefst unethisch, weil er hetzt, und zwar ohne Ende. Mit einer jugendlichen Kurzmantel-Arroganz, die ihresgleichen sucht.
Ich hoffe, dass der Werbespot Konsequenzen für die Ergo-Versicherung hat. Die können ruhig auch finanziell richtig tief gehen. Ob die Werbung so derart erfolgreich ist, ist auch mehr als fraglich.
Die erste Woche oder: Die Ferien sind längst vorbei
Hessen gehört zu den Bundesländern, in denen der frühe Ferienbeginn schon fast Tradition hat. Während Kinder aus anderen Bundesländern aufgrund des späteren Beginns zu deutlich günstigeren Preisen Urlaub machen können, erhalten hessische Schüler sozusagen die volle Dröhnung, was andere Touristen oder die Kosten angeht.
Mir persönlich ist es aber egal, wann die Ferien anfangen. Wichtig ist nur, dass sie irgendwann auch mal wieder enden.
Und so war es vor einer Woche. Ich hatte den Tag schon seit Wochen sehnsüchtig erwartet, um endlich wieder zu einem gewohnten Tagesrhytmus zurückkehren zu können. Für mich ist eine zu lange Auszeit höllisch.
Naja, letztendlich war es dann ja auch so weit.
Am Montag war im Prinzip alles wie gewohnt. Die meisten unserer Bücher hatten wir schon vor den Ferien ausgeliehen, sodass uns der Megastress erst einmal erspart wurde. Dass sich dann einige Bücher als falsch herausstellten, ist schon so sicher wie das Amen in der Kirche - und von daher haben wir uns alle daran gewöhnt.
Überraschend war für uns alle, auch für die Lehrer, die Anzahl der Schüler in unserer Klasse. Jetzt könnte man denken, hey, ich bin auf dem Gymnasium, also sind wir so 30 oder 31 in der Klasse. Nein, falsch! Nicht 30, nicht 20, nicht 15. Wir sind 14 Schüler. Für die Lernbedingungen ist das natürlich paradiesisch. Mein Schema für Lernbedingungen geht so:
min / schueler
Unsere Stunden haben 45 Minuten und wir sind 14 Schüler. Das heißt, wir haben einen Lernbedingungs„koeffizienten“ von etwa 3,2. Das ist wirklich angenehm. Ich sage mal so: Ab einem „Koeffizienten“ von 2,4 wird es gemütlich - Schulpflichtige mit 60-Minuten-Stunden (=1 Zeitstunde) haben natürlich von Natur aus einen besseren. Letztes Jahr haben wir schon etwa 2,6. Naja, uns ging es schülermäßig eigentlich nie schlecht, lehrermäßig auch nicht. Da gibt es wirklich Leute, die sehr, sehr viel schlechter dran sind - ich kenne jemanden, der hat 34 Schüler in seiner Klasse. Na toll. Das ist dann 1,3...
Dann ging es zur Klassensprecherwahl. Ich hatte schon die ganze Zeit herumgetönt, ich wolle mich nicht mehr aufstellen lassen. Die Arbeit dürfen ruhig mal andere machen. So „anders“ waren die Klassensprecher dann aber doch nicht, eher alte „Kamellen“, die selben wie immer. Es gibt halt in Schulen generell immer ein paar viele, die wirklich super engagiert sind - der Rest macht aber fast nichts und steuert wenig bei. Obwohl das bei uns in der Klasse auch schwer geworden ist, denn schließlich kann man sich bei 14 Schülern auch schwer verstecken.
Ein Amt habe ich dann aber doch noch auf's Auge gedrückt bekommen: Beauftragter für Klassenrat und dessen Organisation. m( Obwohl, mir macht das Amt eigentlich richtig Spaß. Ich habe es ja auch selbst eingeführt.
Schließlich haben wir dann unseren Stundenplan bekommen. Das war wirklich etwas, was mich fast vom Hocker gehauen hätte. Ein derartiger Hammer, das kann man sich so gar nicht vorstellen. Wir haben montags (auch noch nach dem Wochenende) im schlechtesten Fall 10 Stunden. Ich habe mir ausgerechnet, das geht dann bis 16.45 Uhr. Na toll. Achja: Wir machen Turboabitur, nur damit ihr es wisst.
Dann kommt noch der Mittwoch, mein ehemaliger Ausruhtag. Die Fächer sind zwar immer noch ganz gut (Musik, Englisch, Ethik), dazu kommt aber mein Service-Learning-Projekt (Nachhilfe in einer Grundschule) und (jetzt bald) Portugiesisch-Unterricht. SL beginnt gegen 14.00 und geht bis 16.00, Portugiesisch geht von 17.00 bis 18.30. Danach kann ich wohl ins Bett abkippen. Großartige Zeit für meine eigenen Interessen oder Freunde bleibt da nicht mehr.
Sonst war die Woche eigentlich ganz gut. In der ersten ist vielleicht noch nicht so viel los, möge man sich denken. Gelogen, alles. Hausaufgaben teilweise ohne Ende, neue Projekte, die endlos scheinen, etc.
Dazu kommt noch, dass ich noch für meinen Realschulabschluss die Projektprüfung vorbereiten muss. Als Thema werde ich „Freie Software“ nehmen, sofern das angenommen wird.
Ziemlich heftig, alles. Ich denke, dass die zweite Woche aber etwas ruhiger wird.
Ein paar Worte über den Schlagwort-O-Mat
(mit Update, siehe unten)
Seit gestern morgen geht hier fast nichts mehr. Entweder dauerte der Aufruf der Seite bis zu einer Minute, oder die Datenbank lieferte nur noch ein "Too many connections" zurück. Merkwürdigkeiten, wo man hinsieht.
Ich habe mittlerweile immernoch den Schlagwort-O-Mat offline genommen, um mir ein neues Konzept für die Speicherung der Archivwörter auszudenken. Denn laut dem Support meines Hosters war ich an dem Ausfall von mysqld schuld. Das kann eigentlich nicht sein, denn die Applikation hat auch vorher noch nie Probleme gemacht.
Gestern abend habe ich dann das vermeintliche Problem gefunden. Um das zu erklären, muss ich etwas weiter ausholen...
Ich habe eine Datenbank bei meinem Hoster eingerichtet. Diese beinhaltet 2 Tabellen, „woerter“ und „archive“. Die Wörtertabelle („woerter“) wird alle paar Tage geleert, damit immer wieder neue Wörter mal nach oben kommen können. Würde sie nicht geleert werden, hätten aktuelle Wörter wie „Duisburg“ oder „Loveparade“ überhaupt keine Möglichkeit, mal über die großen Zähler von „US“ oder „Menschen“ herauszukommen.
Soweit, so gut. Diese Tabelle bereitet also überhaupt keine Probleme, weil sie nie unberechenbar größer werden kann - sie wird ja schließlich immer mal wieder per TRUNCATE geleert.
Jetzt gibt es aber noch die Archivtabelle („archive“). Sie hat mehrere Felder, die wichtigsten sind „count“, „wort“ und „onTime“. Hier wird für jedes gefundene Wort in den Newsberichten gespeichert, wann es wie oft genannt wurde. Allerdings wird in „onTime“ nicht immer der aktuelle Timestamp per time() eingesetzt, sondern der Timestamp von 00:00 Uhr, damit praktisch für jeden Tag gezählt wird. Theoretisch kann ich also schauen, wieviele Zähler das Wort „Polizei“ (uh, ein schlechtes Beispiel) am 15.04.2010 hatte. Das ist ja auch einer der wichtigsten Aspekte des Schlagwort-O-Maten. Die Archivtabelle wird aber nie geleert, sie soll ja schließlich einen Trend anzeigen können - beziehungsweise das Online-Interface meiner Applikation.
Und genau da liegt offenbar der Hund begraben. Weil meiner Wörtersammler, der normalerweise alle halbe Stunde aufgerufen wird, mit sehr vielen Wörter umgeht, muss er immer in der Archivtabelle gucken, ob das Wort schon einmal heute genannt wurde. Wenn ja, UPDATEt er den Eintrag in der Tabelle mit einem Zähler+1, wenn nein, INSERTet er eine neue Zeile mit dem Zähler 1 und dem Timestamp von heute, 00:00. Und dieser Query, also ob es das Wort schon gibt, dauert sehr lange (namentlich: 2 oder 3 Sekunden). Pro Wort! Das muss man sich mal überlegen. Dadurch verzögert sich das alles - und das mag mein Script überhaupt nicht so gerne.
OK, man muss aber auch verstehen, dass das nicht so schnell funktionieren kann. Die genannte „archive“-Tabelle hat fast 700.000 Zeilen. Ich zum Beispiel finde mich noch nicht mal auf meinem Schreibtisch zurecht - und da will man erwarten, dass MySQL die Tabelle in den Bruchteilen einer Sekunde durchsuchen kann? Ich denke nein. Deshalb muss man sich hier Lösungsansätze ausdenken.
Ich hätte da schon einen: Es gibt nicht nur eine Archivtabelle, sondern genau 26. Für jeden Anfangsbuchstaben eine eigene Tabelle. Dann wäre das wesentlich leichter zu überbrücken - und das Problem wäre für ein paar Jährchen erst mal gelöst. Dann gibt es nicht „archive“, sondern „archiveA“, „archiveB“, „archiveC“, usw. Das könnte funktionieren, ist aber ganz sicher nicht die beste Möglichkeit.
Bis ich eine Lösung gefunden und umgesetzt habe, wird der Schlagwort-O-Mat vorläufig offline bleiben. We apologize for any inconvenience.
Update: Yeah! Vincent hat mir geholfen - ich habe das Feld „wort“ einfach zum Index gemacht. Seitdem gehen alle Sachen wieder mit astronomischer Geschwindigkeit. Super, danke! ☺ Damit ist auch das Problem ein für alle mal gelöst.
Sommerferien und Zeugnisse
Hier zuerst mein Zeugnis:

Vorweg: Ich bin zufrieden.
Bis auf den kleinen Fehler bei meinem Namen. Den meisten hier wird er nicht auffallen, aber ich habe noch einen dritten Vornamen. Deshalb sage ich mal so: Entweder den gesamten Namen (mit drittem Namen) oder aber den Namen gleich kürzen und nur "Max Großmann" sagen. Damit würde ich auch noch übereinstimmen. Aber bitte nicht ein Mischmasch aus beidem. Das kann einfach nicht sein. Theoretisch kann jetzt jeder behaupten, das wäre gar nicht mein Zeugnis, weil ja nur der zweite, aber nicht der dritte Name dort steht...
Sehr schön sind auch die Satzbausteine unten. Immer der gleiche Satzanfang. Das überzeugt an Kreativität. Übrigens: Das sind die Textbausteine 0815, 74835 und 17b im Zeugnissatzprogramm. Direkt per Klick einfügbar.
Leider ist an diesem Schuljahr nicht so erfreulich, dass insgesamt 2 Schüler die Klasse wiederholen müssen. Eine Schülerin geht auch noch auf die Realschule.
Allerdings muss ich sagen, dass ich ganz ehrlich nicht bei jedem Chancen sehe, die Klasse im Gymnasium zu schaffen. Naja, mal sehen. Grundsätzlich wünsche ich es natürlich den Leuten, doch man sollte realistisch sein. Ich habe schon immer gesagt, dass eine ehrliche 6 besser ist als eine betrogene 1. Das hört sich im ersten Moment merkwürdig an, doch es stimmt. Denn: bei einer 6 begreift man womöglich langsam die Ausmaße, während bei der gespickten oder abgesehenen 1 die Rechnung erst später kommt. Und die kommt dann richtig heftig. Richtig heftig.
Naja, OK.
In diesem Sinne allen Schülern: Schöne Ferien!
Übrigens ist mir schleierhaft, warum ich in Arbeitsverhalten wieder eine 1 habe. Beziehungsweise anders herum: Warum hatte ich immer eine 2? Mein Verhalten hat sich in diesem Halbjahr weder verschlechtert noch verbessert. Es ist schlicht gleich geblieben.
Computersucht im Vergleich zu anderen Süchten
Ich werde oft von Bekannten älteren Datums gefragt, ob es nicht ein bisschen viel Zeit sei, die ich am Computer verbringe. Leider ist es den Leuten oft schwer klarzumachen, dass der Computer nur eins meiner Hobbys ist. Und gleichzeitig eins wie jedes andere auch.
Ich versuche dann oft, einen Bezug zu anderen Dingen herzustellen. Das klappt jedoch meistens schlecht, denn die "Büchersucht" ist nicht mehr so bekannt (näheres dazu unten). Gut funktioniert es jedoch seit langer Zeit mit dem Fernsehen: ich erkläre dann immer, dass ich natürlich (!!!) keine Killer(!!!!!)spiele spiele und mich ausschließlich den ganzen Tag mit Informationsbeschaffung und -verbreitung befasse. (Was ja auch stimmt.) Beim Fernsehen, so meine ich, bekommt man aber die Sachen nur vorgekaut. Vor dem inneren Auge der Person erscheint dann wohl immer ein chipsfressender, colatrinkender Jugendlicher mit Baseballkappe, der sich bekloppte Serien in den Hals hineinzieht. Sozusagen das typische Klischee des Jugendlichen, auch wenn es, wie meine Erfahrungen zeigen, ab und zu zu stimmen scheint.
So habe ich es bisher fast immer geschafft, die Leute von der Neutralität des Netzes zu überzeugen. Klappt also ganz gut und ist durchaus zu empfehlen.
So, jetzt gibt es nur ein Problem.
Wir leben nunmal in einer Gesellschaft, in der man soziale Effekte gerne fälschlicherweise an neuen technischen Errungenschaften festmacht. Das passt manchmal, aber meistens nicht. Eine wichtige Rolle spielen dabei natürlich auch die HolzPrintmedien, die das Internet natürlich nicht so extrem mögen. Schließlich können so die ganzen unrelevanten Artikel über die Sitzung des Hasenzüchtervereins von relevanten Glücksfunden unterschieden werden. Das macht die Leute natürlich im Endeffekt schlauer, aber das ist eine andere Frage.
Vor vielen Jahren, als Bücher für den Verbraucher erschwinglich wurden, warnte man vor der Büchersucht, die so extrem gefährlich ist. Dann kam irgendwann das Radio und das Fernsehen und das ganze begann von vorne. So geht das offenbar immer. Mal gucken, was als nächstes kommt.
Naja, mittlerweile ist halt der Computer dran, genauso wie das Internet. Da natürlich vorwiegend die ältere Generation Zeitungen liest, ist der Computer DAS BÖSE, das es zu beseitigen gilt. Mittlerweile bemerken wir aber einen Trend von der Krankheit der Büchersucht in eine andere Richtung. Sehen wir uns zwei fiktive Dialoge zwischen Großeltern und Eltern an.
Großeltern: Na, was macht denn der kleine O. so den ganzen Tag?
Eltern: Aaach, das ist toll, wie sich der Kleine entwickelt! Er verschlingt ein Buch nach dem anderen!
Großeltern: Das ist ja SUPER!
- Opa: ... und weil das so toll ist, schenke ich ihm einen Büchergutschein!
O.: Oh jaaaaaa!
Das war der erste Dialog. Nun folgt der zweite.
Großeltern: Na, was macht denn unser Enkel sonst so?
Eltern: (winken ab) Ach herrje, wir sind da ganz verzweifelt. Der sitzt den ganzen Tag vor seinem PC und schaut sich E-Books und Internetseiten von Zeitschriften an. Schlimm, schlimm!
Großeltern: Na, also wenn das wirklich so schlimm ist, dann würde ich mal ganz schnell den Stecker rausziehen! Diese "Internetz" verdirbt noch die ganze Jugend!!!!!!! Dieser ... hat da so ein Buch geschrieben, das solltet ihr euch mal kaufen. Wir hassen das Internet, weil es die ganzen kleinen Verlage und so kaputt macht.
Enkel: Das stimmt ja gar /
Großeltern: Doch, doch!
Wir sehen, dass "das Buch" einseitig in unseren Dialogen als besser dargestellt wird. "Das Internet" wird jedoch hier generell als böse vordefiniert.
Ähnliche Dialoge habe ich selbst miterlebt, zwar nicht in meiner Familie, aber bei Freunden. Beide sind natürlich überspitzt, aber sie zeigen, dass es in der Gesellschaft eine große Kluft der vorurteilbehafteten, pessimistischen Menschen gibt, die angeblich aus Erfahrung bestimmte Sachen wie das Internet als negativer empfinden als andere. Dabei ist die Büchersucht mindestens genauso schlimm wie die Computersucht.
Leider wird dies nur oft anders dargestellt. Bestimmte Nachrichtenportale berichten von "24h-Stunden-Surfing mit danachigem Tod" oder anderen Einzelfällen. Es gibt vermutlich eine Dunkelziffer von Todesfällen nach/während Bücherlesen, die nicht statistisch erfasst wird. Das ist sehr traurig.
Kinder und speziell Jugendliche, die Bücher fressen ohne Ende werden oft als unglaublich klug gesehen. Das Internet ist bei vielen Mitgliedern der älteren Semester jedoch als schädlich empfunden und bietet wohl einen Platz zum Frustauslassen. Menschen, die im Internet aktiv sind, werden somit in der öffentlichen Meinung herabgestuft. Dabei wird jedoch oft vergessen, dass das Internet an sich weder gut noch böse ist. Das Internet an sich ist grau und es kommt darauf an, was man dort macht, wenn man das Internet bewerten will.
Wenn ich das Internet nach meinen Aktivitäten bewerten müsste, würde ich es als gut bewerten.
Sommer 2010. Ohmeingott, wie ätzend.
Der Sommer ist zwar noch nicht alt, aber er ist da. Richtig kräftig, zumindest bei uns im Süden Hessens. Ab und zu verschwindet er zwar mal hinter einer Wolke, aber sonst schmilzt hier bald der Asphalt.
Was ich damit sagen will: Das Wetter kann mir nie recht sein. Ich hasse Hitze noch viel mehr als Kälte. Und das hat einen einfachen Grund. Bei Kälte kann man immer noch was drüberziehen oder sich ins Bett legen, aber bei Hitze gibt es keine Ultima Ratio.
Denn: Irgendwann kann man sich nicht mehr ausziehen...
Disketten. Der beste portable Massenspeicher.
Ja, ich weiß, die Überschrift ist ein bisschen provozierend.
Aber sie ist wahr.
Wir bemerken immer mehr, dass Disketten aus den Rechnern der Menschen verschwinden. Diskettenlaufwerke sind nicht mehr in den Computern vorhanden. Viele wissen gar nicht mehr, was Disketten überhaupt sind.
Es ist aber zu spät, etwas dagegen zu tun. Es gibt nur noch wenige Firmen, die Disketten vertreiben und herstellen. Bei der Frage in einem Computermarkt, ob man dort Disketten(laufwerke) habe, wird man entweder dumm angeglotzt oder belächelt und mit einer Antwort á la "Disketten? Die gibts doch seit Jahrzehnten nicht mehr" bedacht.
Ich persönlich habe eine sehr lange Zeit mit Disketten (Dreikommafünf Zoll) gearbeitet. Im Prinzip bis zum letzten Jahr, bis mein neuer Computer (zu meiner Verwunderung) kein Diskettenlaufwerk mehr beinhaltete. Ich war schwer enttäuscht von der gesamten Computerbranche. Deshalb habe ich hier immer noch 100 bis 150 Disketten stehen, die auch in der nahen Zukunft nicht im Müll landen werden. Schließlich ist die Diskette der beste portable Massenspeicher.
Doch warum? Sind USB-Sticks, CD-RWs (bääääh!), SD-Karten und andere Speicher nicht besser?
NEIN. Sie sind es NICHT. Definitiv NICHT. Ich selbst arbeite fast nur noch mit USB-Sticks, da ich ja, wie oben angemerkt, kein Diskettenlaufwerk mehr habe. Doch zumindest ich habe immer beim Beschreiben eines solchen Massenspeichers im Hinterkopf, dass die einzelne Speicherzelle ja "nur" 100.000 Beschreibungsvorgänge aushält. Es ist ätzend, wenn diese Gehirngrätze während einer Datensicherung auftritt und ich immer unwillkürlich an tausende tote und verletzte Dateien denken muss, weil die Speicherzellen kaputt sind. Echt super?
Von CD-RWs gar nicht zu sprechen. Die funktionieren ja mit einer Technik, bei der es zumindest mir graust: Der Laser des Brenners schmilzt zuerst die Oberfläche (!), um die dann neu zu beschreiben. Jedem, der sich ein bisschen mit Computern und ihrer Ästhetik auskennt, dem wird es bei dieser Technik heiß und kalt. Dabei möchte ich gar nicht erwähnen, dass eine CD-RW höchstens 1.000 Beschreibungsvorgänge übersteht und die verwendete Technik auch nicht für den Alltagsgebrauch bestimmt ist. Langsam ist das Schreiben auch noch. Da verwende ich sogar lieber USB-Sticks.
Doch noch ein anderes Problem spricht für die Diskette: der sogenannte Information Overflow. Musste man sich hier noch genau entscheiden, welche Daten man speichert, kann man bei USB-Sticks beinahe unbegrenzt Dateien ablegen. Das gleiche gilt für CDs und DVDs, die man zur Sicherung verwendet. Durch dieses Zuviel an Daten hat man möglicherweise nachher keine Ahnung mehr, wie die gesuchte Datei hieß.
OK, die Diskette ist ein bisschen langsam. Und ja, sie fasst auch nur wenig Speicherplatz. Aber das ist ja gerade der Witz und ein weiterer Grund sie zu verwenden. Denn: Es gibt keinen Grund, warum man sich nicht begrenzen sollte. Die Folge waren kleine, schnelle Programme ohne viel Ramtam. Weniger ist mehr. Und mit der Diskette lernt man auch, warten zu können. Da geht eben nicht alles immer ratz-fatz. Von daher ist die Diskette (die im Gegensatz zu USB-Sticks einen Lerneffekt hat) auch für Kinder ideal.
Ein weiterer Aspekt spricht auch für die Diskette: das Booten. Leider wurde alles an Computern immer einfacher, sodass jeder alles selbst administrieren kann. Diese ganzen Klickibunti-Oberflächen sorgen doch nur dafür, dass im Notfall keiner mehr weiß, was jetzt zu tun ist. Oder mal unter uns: wer kennt noch "chkdsk", "fdisk" und "format"? Und wer weiß, wie man sie bedient? [Ja, ich spreche gerade von Windows.]
Wohl die allerwenigsten werden noch wissen, wie man Shells bedient. Und das ist sehr, sehr schade. Achso, wir waren beim Bootvorgang. Aus rätselhaften Gründen funktioniert nicht immer eine CD, die man aus einer *.ISO gebrannt hat. Anders ist es aber bei der Diskette: Ich habe noch nie erlebt, dass man aus einer Diskette heraus nicht booten konnte. NOCH NIE. Es hat einfach immer geklappt. Ganz zu schweigen von schönen Textoberflächen für COMPAQ-Computer, die man aus einer Diskette booten musste, um grundlegende Computer-Settings zu ämndern. Das wurde jetzt alles durch Klickibunti-Keinerweißmehrwieesinnotfällenweitergeht-Oberflächen ersetzt.
Wie entsetzlich traurig.
Traffic, Chat und Klassenkameraden
Neulich im Chat:
"Unsere Klasse muss sihc ändern altah X_X".
Jetzt weiß ich, wo unsere 30 GB Traffic pro Monat herrühren... *SCNR*
IMMI steht so weit.
Freiheitshafen kann gebaut werden
Ich halte das ja für extrem wichtig. Denn: Wahrheit ist etwas so wundervolles. Und sie ist wichtiger als die Interessen von Personen(gruppen).
Leider kann sich Island das mit dem EU-Beitritt jetzt vermutlich abschminken. War von daher schon mutig, mit Schweden und EU und so.
Wer will eine?
Neulich vor Café gesehen: "NEU: Jetzt frische Bio-Waffen".
Na, dann guten Appetit!
Ölpest und weitreichendere Folgen
Ihr habt ja ganz bestimmt von dieser Ölpest im Golf von Mexiko gehört. Ich vermute hinter dem Ölproblem noch ein viel größeres, ein seit Jahrzehnten verschwiegenes: 226Radium aus der Bohrquelle. Da fallen in Deutschland jedes Jahr bis zu 2.000 Tonnen von an. Noch nie davon gehört? Glückwunsch, gut gefnordet!
Unglaublich: Die Lobby hat entschieden
Klasse gemacht!
Mich würden nur mal die genauen Abstimmungsergebnisse des Politikerendlagers interessieren.
> Alle Beiträge anzeigen
Dieser Blog wurde ausschließlich aus 100% chlorfrei gebleichten, glücklichen und laut DIN 0815 artgerecht gehaltenen Elektronen erzeugt.

