Max Großmanns Blog

Adblocker: Zwischen Hirngespinst und Moral

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Adblocker: Zwischen Hirngespinst und Moral

17.02.2011 17:24

Dieser Post entsprach nicht den hohen Qualitätsstandards dieses Blogs, war rückblickend ein ganzer Fehler und wurde daher aus diesem Zusammenhang entfernt.

Sie würden ihn nicht lesen wollen. Wirklich nicht. Falls Sie das Grauen doch über sich ergehen möchten: schauen Sie sich die Kommentare über den Blogbeitrag in einem anderen Blog an. Oder die Kommentare unter diesem Beitrag. Ich weise nochmals darauf hin, dass die körperlichen Beschwerden nach Genuss der Kommentare von Kopfschmerzen bis zum Ner­ven­zu­sam­men­bruch reichen.

Und sagen Sie später ja nicht, Sie seien nicht vorgewarnt worden!

11 Kommentare

Cujo

unmaßgeblich //3E8d

Schöner Artikel, ich bin allerdings nicht in allem deiner Meinung. Hier meine drei Argumente:

Ohne Werbung keine Inhalte

Das Internet würde es ohne Werbung in der heutigen Form nicht geben. Fast alle News-Seiten finanzieren sich durch Werbung. Diese Seiten haben eigene Online-Redakteure, deren Gehalt durch Werbeeinnahmen finanziert wird. Wie sollen die Gehälter auch sonst bezahlt werden? Ohne Werbung würde es spiegel.de, kicker.de oder heise.de entweder gar nicht oder nur in stark verminderter Form geben. Und du könntest auch nicht einfach auf ein anderes News-Portal ausweichen, da sich wie gesagt fast alle durch Werbung finanzieren. Da die meisten User nicht bereit sind, z. B. 5 Euro im Monat für News zu bezahlen, würde es diese Angebote ohne Werbung einfach nicht geben. 20-30 Euro im Monat für ein Zeitungsabo bezahlen komischerweise dagegen sehr viele Menschen. Ein Internet ohne Werbung würde dem Internet von vor 20 Jahren entsprechen. Es wäre ein Internet, das nur von Experten genutzt würde.

Werbung ist unverzichtbar

Wie du weißt, habe ich vor ein paar Monaten eine Rätselagentur gegründet. Dadurch habe ich dann auch mal die andere Seite kennen gelernt. Ich schalte jetzt selbst Werbung für mein Angebot. Warum mache ich das? Ganz einfach: Wer nicht stirbt, der stirbt. Wenn ich meine Seite einfach so ins Internet setzen würde, ohne dafür Werbung zu machen, würde sie niemand finden, ich würde nichts verkaufen. Das mag dir wahrscheinlich egal sein, weil du sowieso wahrscheinlich nichts bei mir kaufen wirst. Aber diese Tatsache gilt nicht nur für mich, sondern auch für andere Anbieter. Kein Shop kann es sich leisten, auf Werbung zu verzichten. Ohne Werbung würde keiner Amazon und ebay kennen. Auch Google und die anderen Suchmaschinenanbieter könnten ohne Werbung nicht leben. Preisvergleichsanbieter wie z. B. guenstiger.de leben übrigens auch von Werbung, da die Shopbetreiber dort zahlen müssen, wenn sie gelistet werden wollen.

Werbung ist informativ

Ich denke, bei diesem Argument werde ich sicher auf den meisten Widerspruch stoßen. Aber ich halte es trotzdem für richtig. Schließlich wird niemand dazu gezwungen, auf die Werbung zu klicken. Warum tun es viele User dennoch? Ganz einfach, weil die Werbung zumindest teilweise auch interessant ist. Ohne Werbung würde man neue Produkte einfach nicht kennenlernen.

Persönlich halte ich es bei meinen Seiten übrigens so, dass ich sie nicht bis obenhin mit Werbung vollknalle und auch nicht versuche, den letzten Cent aus den Seiten rauszuquetschen. Aus Marketingsicht ist meine Rätselseite ein komplettes Desaster. Die Werbung ist viel zu weit von den Inhalten weg, es gibt nur wenig Texte, zwischen denen man Werbung verstecken könnte. Ich könnte sicher ein Vielfaches an Werbeeinahmen erzielen, wenn ich meine Seite umbauen und auf Werbung optimieren würde. Aber wichtiger als die Werbeeinnahmen ist es mir, dass die Seite für die User gut navigierbar ist und dass sie sich auf die Rätsel konzentrieren können.

Bei mir gibt es auch auf keiner Seite Layer-Werbung. Das liegt nicht daran, dass ich dafür keine Angebote hätte, sondern einfach daran, dass ich diese Art der Werbung extrem userunfreundlich finde und deshalb meine Besucher davon verschonen möchte. Ich habe da schon sehr verlockende Angebote gehabt und vielleicht könnte ich sogar davon leben, wenn ich Layer-Werbung schalten würde. Aber ich mag die Layer auf anderen Seiten nicht und schalte sie deshalb auch bei mir nicht.

Dann ist es bei mir auch so, dass ich ein Teil der Werbeeinnahmen wieder ins Internet investiere. Ohne Werbung würde es entweder gar keine oder sehr viel weniger Gewinnspiele geben. Es würde auch keine hochwertigen Preise geben. Bei meinem Adventskalender hat es Preise im Wert von über 1.500 Euro gegeben und beim gerade abgelaufenen Webmaster-Gewinnspiel Preise im Wert von über 650 Euro. Ohne Werbung und Sponsoren hätte ich mit Sicherheit keine Preise im Wert von über 2.000 Euro verlost. Auch das Rätselforum, das übrigens komplett werbefrei ist, lebt von den Werbeeinnahmen der Rätselseite. Da gibt es jeden Monat ein Rätsel des Monats und einmal im Jahr das Rätsel des Jahres. Das sind Wettbewerbe, bei denen es Sachpreise zu gewinnen gibt. Ohne Werbung würde ich die 150 Euro im Jahr, die die Preise kosten, sicher auch nicht ausgeben.

Abgesehen von dem finanziellen Background sind die Werbeeinnahmen natürlich auch eine große Motivation, neue Inhalte ins Netz zu stellen. Ich freue mich z. B. immer, wenn sich jemand bei Amazon ein Buch über mich kauft und ich ein paar Cent Provision dafür bekomme. Diese Buchtipps sind übrigens auch ein gutes Beispiel für informative Werbung. Ohne meine Werbung dafür würden die Leute diese Bücher gar nicht kennen. Dadurch, dass ich sie bewerbe, kaufen die Leute diese Bücher und erfreuen sich daran. Und ich denke, es gibt sicher schlechtere Arten, seine Freizeit zu verbringen als mit einem Rätselbuch, das man mit Interesse liest.

Mein Fazit lautet daher: Von Werbung im Internet profitieren alle, egal ob man als Shopbetreiber, als Webmaster oder als normaler User im Internet unterwegs ist. Wichtig ist meiner Meinung nach aber, dass sich alle fair verhalten. Die Inhalteanbieter sollten ihre Seiten nicht mit Werbung vollknallen, auch wenn sie dadurch weniger Einnahmen haben. Auf Layer-Werbung sollten sie komplett verzichten. Und die User sollten so fair sein, nicht die komplette Werbung zu blockieren. Wer unbedingt Adblock einsetzen möchten, sollte zumindest Seiten, die die Werbung benutzerfreundlich einsetzen auf die White-List setzen.

Steffi

unmaßgeblich //EFBf

Erst einmal finde ich es eine absolute Frechheit alle Seiten, die Werbung schalten, als Seiten 2. oder 3. Klasse zu bezeichnen. Dies und große Teile des Artikels (der Seitenbetreiber stellt das doch freiwillig ein) ist einfach nur arrogant.

Kennst du jede der zig millionen Seiten im Internet auswendig? Ich glaube kaum. Entsprechend kannst du von deiner persönlichen, kleinen Erfahrung kaum Rückschlüsse auf alle Seiten im Internet ziehen (nur Seiten mit wertvollem, einmaligen Content haben Werbung nicht nötig - Blödsinn!).

Nichts ist umsonst. Das geht über Webserver, der Domain, der Software und nicht zuletzt die Zeit der Menschen, die die Inhalte einstellen. Wenn du dir das Beispiel Wikipedia nimmst, dann kommt auch diese Seite nicht ohne Geld aus. Sie sind auf Spenden angewiesen. Aber nicht jede Seite erfährt eine so große Bekanntheit, dass sich so viele Menschen finden, die freiwillig spenden (schon allein, weil nur die wenigsten Seiten international agieren).

Im Fernsehen kannst du die Werbung weg schalten oder auf Toilette gehen, die Werbung läuft trotzdem. Passt dir die Werbung nicht, kannst du dir das Programm nicht angucken (und denke ja nicht, die Werbung beschränkt sich auf die 5 minütigen Blöcke zwischen den Sendungen, die Sendungen selbst strotzen ebenfalls voll Werbung).

Nicht zuletzt finde ich hat deine Argumentation "selbst Schuld, wenn der Webmaster die Inhalte online stellt" das gleiche Niveau wie Raubkopierer ("selbst Schuld, wenn der Kopierschutz nicht gut genug ist).

Wir brauchen nicht über Seiten diskutieren, die kaum bzw. gar keine Inhalte anbieten, sondern reine Werbeseiten sind. Auch das Pro und Kontra und die Art und Weise wie Werbung eingesetzt wird, ist viel zu vielfältig. Aber dennoch alle über einen Kamm zu scheren ist ganz schlechter Stil.

Ich könnte dir Romane über Pro&Kontra Werbung schreiben, aber jemand, der so einseitig und subjektiv argumentiert, der wird die sachlichen Argumente, die ich vorbringen könnte, kaum verstehen (von daher lass ich es auch).

Mein Fazit zu diesem Artikel: der Verfasser ist unglaublich arrogant und hat eine völlig verkehrte Sicht der Dinge, die er somit pauschalisiert. Mehr gibts für mich hierzu nicht zu sagen.

Nick

unmaßgeblich //0EDd

Wenn man keine Werbung sehen will bzw keine Webseiten mit Werbung... warum benutzt man dann einen Adblocker. Warum benutzt man dann keine Software, die komplette Webseiten mit Werbung blockt? Ich meine den Inhalt gibt es ja auch noch auf anderen, viel besseren Seiten ohne Werbung... Ah verstehe. Man möchte ja den eigentlich garnicht so guten Content doch sehen und zwar ganz egoistisch ohne dem anderen sein Schaffen anzuerkennen (irgendwie unsozial oder?).

Stimme da Steffi voll und ganz zu. Argumente die verwendet wurden, sind garkeine, sondern wurden nur für den Zweck dieses Artikels polemisch eingesetzt; aber wir können es auch, und da liegt man wohl wirklich richtig, arrogant nennen.

Ergänzend vielleicht noch zu Steffi was die Kosten betrifft. Mal davon abgesehen dass man für den Server, die Domain und Software Geld zahlen muss und auch wenn man die eigene Arbeitszeit nicht miteinrechnet, bleiben unterm Strich gerne auch noch einiges an mehr Kosten ohne jetzt die trivialen Kostenverursacher wie Strom und Hardware ergänzend zu nennen. Wie schaut es mit Kosten für Werbung aus, die man für die Seite schalten muss, weil sie sonst kein Schwanz findet, egal wie gut der Content ist. Hinzu kommen hin und wieder gerne auch diverse Lizenzkosten, Anwaltkosten, usw.

Es stimmt jedoch, dass der Anbieter das Risiko trägt. Das Risiko der Investition. Merkt ein Anbieter, dass seine Seite nicht ankommt, dann verschwindet sie in den meisten Fällen wieder, weil sich die Kosten-Einnahmenrechnung nicht mehr lohnt. Werbung entscheidet bei weitem nicht über Qualität. SIe sagt nur etwas darüber aus, ob der Betreiber auf zahlungsgräftige Kunden setzt oder lieber für alle den Content zugänglich macht und Werbung schaltet. Was meinst Du, wenn Wikipedia keine Spenden bekommen würde (was wegen des Angebots und vor allendingen der Masse an Usern zu verdanken ist)? Genau, dann gäbs eine Premiummitgliedschaft für 19,95€ im Jahr; oder 4fach geschachtelte Layerwerbung.

Mir kommt hier auch leider die Frage auf, was Internet für den Autor ist? Vielleicht als Aufklärung: Internet ist ein Netz von verschiedenem an unterschiedlichen Stellen gelagertem Content, den man über Hyperlinks erreicht. Schaltet Webseite A einen Link zu Webseite B, dann ist das ein Kontenpunkt im Internet. Alles ist über Links vernetzt, sonst würde man auch garnichts mehr finden (stichwort Suchmaschine). Werbung ist nichts anderes als Verknüpfungen zu evtl für den User nützlichen Content. Und wer sich für einen Homo oeconomicus hällt, der kann gerne wie bereits erwähnt eine Software entwickeln und nutzen, die Webseiten komplett blockt, die verweisende Links oder Werbung führen.

Max Großmann

unmaßgeblich //F4Al

Schöne Romane, die ihr hier hinschreibt.
Auch schöne Dinge, die hier zu lesen sind: http://www.webmaster-zentrale.de/marketing/geld-verdienen/3-tipps-wie-man-adblock-plus-ueberlisten-kann/
Diese Verschwörungstheorie, ich würde mit meinem Blog massig Geld kassieren, ist einfach großartig. Darauf wäre ich nie gekommen, Respekt. Aber jetzt weiß ich ja, an wen ich mich wenden kann, wenn ich nichts zu lachen habe und gerade mal wieder Verschwörung gegen mich selbst brauche. Wisst ihr, ich fahre jeden Nachmittag zur VG Wort und lasse mir dort meine Blogbeiträge in Gold aufwiegen und in meinen Neunzigtonner laden.
Und ja, meine Besucherzahlen steigen stetig, mit jedem der Beiträge dieser Art. Immer und immer wieder.

Das ist leider auch keinerlei Arroganz, in keinster Weise. Es ist eher Wut, Wut, die aus diversen Diskussionen dieses Themas resultiert. Es sind immer wieder die gleichen Strohmann- und Chewbacca-Argumente, die ich hören muss: Das Schreiner-Teil, die Hausrecht-Behauptung und durchgängige Polemik, die diese Meinungen durchzieht.
Wie soll ich auf das alles genehm antworten, wenn sachliche Diskussion durch den anderen (Gegner) bereits zerstreut wurde?

Und es gibt auch keinen Grund für mich, die Dinge objektiv darzustellen. Schließlich verfasse ich hier meine Einträge, die meine eigenen Meinungen enthalten. Nicht mehr und nicht weniger. Womöglich aus meiner Froschsicht, aber den Besuchern scheint es zu gefallen.
Achja, und ich bin auch kritikfähig, auch wenn es nicht immer danach aussieht. Es kommt nur darauf an, wer die Kritik äußert. Ich nehme mir aber auch das Recht, meine Meinung zu äußern. Absolut subjektiv, immer. Ich muss nicht beide Seiten anhören, ich gehe davon aus, dass dies bereits der Besucher tat. Ich erkläre nicht immer alles nochmals. Es gibt aber auch Ausnahmen (andere Beiträge in diesem Blog).

Und da zeigt sich das wahre Problem eurer Kommentare: Sie sind an und für sich gelungen, doch sie verfehlen das Thema. Dieser Blogbeitrag handelt von der Frage, ob der Einsatz von Adblockern gerechtfertig ist, sowie ob es „gut“ ist, Besucher dann auszusperren. Eure Meinungen beziehen sich aber auf Werbung an sich.
Mein Beitrag tut das gar nicht, oder nur in geringsten Spuren, die kaum zu detektieren sind.
Ihr versucht ja gar nicht mal, auf meine Argumente einzugehen:

- Was ist damit, dass die Werbung vor dem Lesen geladen wird?
- Datenschutz?
- Und was ist schließlich mit dem Ehrenamt, das auch niemand bezahlt?
- Was ist mit denen, die die Werbung sehen, aber wegklicken?

All das bleibt bei euch unerwähnt.

Ich gebe euch die Möglichkeit, einen Gastbeitrag zum Thema in diesem Blog zu schreiben. Natürlich erhaltet ihr all das viele Geld, das ich mit diesem euren Blogbeitrag kassiere. Meldet euch an die Kontaktadresse im Impressum (bis zum 22.), ihr könnt dann schreiben, so viel ihr wollt und was ihr wollt (mit den üblichen Einschränkungen). Das richtet sich vor allem an „Nick“ und „Steffi“, der Beitrag von Cujo war wenigstens hilfreich und nachzuvollziehen (wieder aus meiner Froschsicht). Da finde ich es sogar noch das Argument, Werbung könne hilfreich sein, am zutreffendsten: Ich selbst verwende nur auf einem Computer Adblocker (aus gutem Grund). Werbung kann mir aber oft beim Finden neuer Webseiten helfen, gerade wenn sie themenbezogen ist. Und deshalb ist Werbung nicht per se schlecht, das habe ich auch so nie behauptet und würde das auch nie tun. Ich habe aber meine Gründe, Adblocker einzuschalten. Und darum handelt dieser Artikel.
Gegen dezente Werbung habe ich nichts. Und für mich hilfreiche Webseiten werden auch entblockt. Aber wer mich dazu zwingen will (ohne den nötigen für mich hilfreichen Content), den werde ich in Zukunft meiden.

Und nein, „Steffi“, die Programme im Privatfernsehen sind oft einmalig. Diverse (ausländische) Serien finde ich nur da, und dort schaue ich mir auch die Werbung an. Die Sendungen selbst sind nicht „voll mit Werbung“ – das ist in Deutschland illegal und das machen die auch nicht.
Der Vergleich mit den Raubmordterrorkopieren ist unpassend und passt auch nicht in diesem Zusammenhang.

Und nein, Wikipedia würde nie Werbung schalten. Das würde die restverbliebene Neutralität dort untergraben und die Seite unglaubwürdig machen. Außerdem ist das ein Gemeinschaftsprojekt, da ist eine solche Entscheidungsfindung schwerer als bei einer Webseite mit einem einzigen Betreiber (besser: Contentmanager) wie hier.

Kommentare wie diese zeigen mir jeden Tag aufs Neue, warum ich das Internet liebe. Ohne jegliche Ironie.

M. G.

Steffi

unmaßgeblich //696f

Nun habe ich erfahren wie alt du bist und ich finde: passt zu deinem jungen, unerfahrenen Alter!

Du hast in deinem Artikel nicht nur subjektiv argumentiert, du hast vor allem beleidigt (genau wie in diesem Kommentar).

Und wieder pauschalisierst du. Nur weil ein Kommentator schreibt, du würdest mit diesem Artikel Geld verdienen, heißt das noch lange nicht, dass alle dieser Meinung sind (ich habe dazu rein gar nichts geschrieben, dennoch schiebst du mir mit deinem Kommentar diese Meinung unter).

Wie ich in dem anderen Blog (auf den du dich zwar beziehst, den du aber in keinster Weise referierst) schrieb, ist es das Mindeste zu recherchieren, damit man auch weiß, wovon man redet und nicht nur aus dem Bauch heraus.

Von Productplacement hast du wahrscheinlich auch noch nie gehört. Mag vielleicht in Deutschland verboten sein, wird dennoch praktiziert und deine heiß geliebten Serien (welche ja zum Großteil aus den USA stammen) werden überwiegend damit finanziert.

Und wieso soll ich wiederholen, was Cujo bereits geschrieben hat? Klar, ich kann sagen "dem schließe ich mich an", das war aber nicht das Ansinnen meines Kommentars.

Ich kritisiere ja auch nicht deine Einstellung, sondern die Art und Weise, wie du sie hier unreflektiert und subjektiv darstellst (und das in obendrein beleidigender Art).

Dann wunder dich nicht, dass genau diese Art und Weise ebenso kritisiert wird, wie die von machen (!) Webmastern praktizierte Art und Weise Werbung zu schalten.

Ich geb dir den (wirklich!) gut gemeinten Tipp: sei subjektiv, dann aber von Fakten gestützt (das untermauert deine Meinung bzw. erklärt sie) oder tue dies auf witzige, ironische Art.

Pauschalisiere nicht (also scher nicht alle über einen Kamm, das kommt einfach nicht gut.

Wenn du diese einfachen Grundregeln des Journalismus einhälst, kann man dich (auf Dauer) ernst nehmen.

Und noch was: niemand arbeitet für schöne Worte oder der Hand in den Mund. Wie Cujo bereits schrieb gibt es genügend Menschen, die mit dem Internet hauptberuflich Geld verdienen. Das klappt nun mal nur mit Werbung gestützt, weil die ach so wertvollen Inhalte und angeblich Netzneutralität bei der Mehrzahl der Besucher einfach keinen Wert finden (weißt doch: geiz ist geil).

So und nun freu dich, dass die Leute hier so lange Kommentare schreiben. Das zeigt dir als Autor doch, dass man deinen Artikel wirklich gelesen und sich vor allem mit auseinander gesetzt hat.

Ich könnte ja auch schlicht schreiben "alles scheiße, was du schreibst", das ist aber genauso polemisch wie ich deinen Artikel finde und sowas gibts im Internet (leider) schon genug.

"Schlechte Kritik ist besser als gar keine Kritik" ;)


So und nun ein schönes Wochenende, will dich ja nicht ärgern, sondern nur zum Nachdenken anregen.

Max Großmann

unmaßgeblich //F4Al

Keineswegs, hier ärgert mich keiner. Dieses Gefühl habe ich auch nie gehabt.
Nur das kann mich weiter bringen, das sollte jedem klar sein.

Zum Thema Produkt-Placement fällt mir (abseits des Themas) etwas ein, was ich vorher nur unterbewusst warnahm: In erstaunlich vielen NCIS:-L.A.-Folgen sieht man immer wieder hinten auf den technischen Geräten das Logo von Microsoft, und im Abspann zeigt sich der Dank der Produzenten an den Softwareriesen. Na SO ein Zufall. Das ist aber wirklich sehr dreist, vermutlich in Deutschland sogar Schleichwerbung.

Ich werde darüber nachdenken und mir die weitere Richtung dieses Blogs überlegen. Ich habe da bereits Vorstellungen. Themen wie http://de.wikipedia.org/wiki/Bauchnabelfussel interessieren halt niemanden und das ist auch nicht mein Fachgebiet. Mal sehen.

>> "Schlechte Kritik ist besser als gar keine Kritik" ;)
Na, und wie.

M. G.

Steffi

unmaßgeblich //696f

Bleib dir ruhig treu, aber darin kann man sich ja entwickeln und das erweitert dann den Horizont. ;)

Man kann ja nur lernen und hört sein Leben lang nie damit auf (ich genauso wenig mit meinen 28 Jahren ;) ).

Bezgl. Productplacement; das ist auch nur eine Form der (Schleich)Werbung. Andere Formen nehmen wir deutlicher wahr, andere eben weniger. Aber um Werbung kommen wir halt nicht mehr drum herum (und Werbung heißt ja nicht, dass da immer Geld fließen muss - Empfehlungen sind auch eine Art von Werbung).

Zum Abschluss leg ich dir "Volker Pispers" (ist ein Kabarettist) nahe, der hat eine bissige, wahre und humorvolle Art und Weise Missstände in der Welt darzulegen. ;)

Also nicht aufhören zu kritisieren, nur eben den Stil entwickeln und verfeinern. ;)

Max Großmann

unmaßgeblich //F4Al

Volker Pispers?
Den kenne ich selbstverständlich ;-). Ich habe bereits einige seiner Vorstellungen gesehen, er ist schlicht ein Genie das Kabarett betreffend. Das kann man nicht anders sagen.

Steffi

unmaßgeblich //696f

Na dann sind wir uns da ja einig. ;)
Würd den auch gern mal live sehen.

An dem finde ich u.a. so gut, dass er genau weiß, wovon er da redet und doch viel Aufklärungsarbeit leistet (also Vieles von dem, was er sagt, war mir vorher gar nicht bekannt).

Jedenfalls, so einen kannste dir zum Vorbild nehmen. :)

Friedhelm

unmaßgeblich //C22i

Steffi, hast Du mal ein paar andere Artikel in diesem Blog gelesen?

Ich halte diesen Beitrag auch für eher schlecht, deshalb habe ich ihn auch auf Cujos Webseite verlinkt um so die Diskussion anzustoßen.

Die anderen Beiträge hier sind viel besser, nicht so einseitig wie dieser Artikel.
Das ist nicht die gewohnte Art, die man hier sonst vorfindet.

Max Großmann

unmaßgeblich //B04l

Ich schließe die Kommentare jetzt. Es ist genug gesagt worden.

Und für Off-Topic-Diskussionen habe ich ehrlich gesagt keinen Nerv.

Danke für die zahlreichen Beiträge.

M. Großmann