Eckart von Hirschhausen sagt: Ich möchte der Wahl der Zuschauer, der Weisheit der Vielen, nicht vorgreifen, aber was mich wirklich beeindruckt, ist vorallem die Zeit die die beiden hatten, Wissen anzusammeln auf dieser Erde. Und da hat einer fast doppelt so lange Zeit gehabt wie der andere und das würde ich im Hinterkopf behalten.
Unmittelbar darauf folgend ein verdutzt guckender Michael Buscher und ein wohl ebenfalls beschämter Sebastian Runde; geht es hierbei um immerhin 100.000 Euro, die die ARD, das gebührenfinanzierte erste Programm, im Finale von Der klügste Deutsche vergibt.
Abgesehen von der offensichtlichen Fragwürdigkeit einer Abstimmung der Zuschauer über die Intelligenz der beiden ersten Kandidaten, dürfte Hirschhausens Kommentar wohl einen erheblichen Einfluss auf den Gewinn des Studenten gehabt haben: nicht weniger als 86 Prozent kann dieser am Ende auf sich vereinigen. Kein Wunder um diese Uhrzeit, kein Wunder, wenn die Masse entscheiden darf (und theoretisch sogar doppelt per Telefon und SMS). Denn es sei anzumerken, dass es absolut sinnfrei ist, die nicht deterministische Masse an Zuschauern entscheiden zu lassen lässt sich diese doch viel leichter beeinflussen als ein eher objektiver Test, wie man ihn als Endrunde hätte realisieren können.
Das sind Methodiken, wie man sie von Privatsendern hätte erwarten können, nicht jedoch von der als eher seriös bekannten ARD. Und so sollte auch klar sein, dass auf diese offensichtliche Beeinflussung durch Eckart von Hirschhausen ein Nachspiel folgen muss. Der Schaden für den zweiten Kandidaten ist schließlich nicht von der Hand zu weisen, auch wenn es nun vermutlich schwer sein wird, konkret zu belegen, wer klüger* ist.
Opdenhövel hat die Manipulation auch sofort bemerkt, versucht das Ganze zunächst auszubügeln, lässt seine Bemerkung zur Ausgeglichenheit allerdings in den Schwachsinn abgleiten. Schade, er hätte noch retten können, was Hirschhausen verschuldet hat.
Dem kann ich nur so zustimmen. Diese Beschwichtigung, wenn man sie so nennen kann, ist eher gescheitert, wenn auch ganz klar sichtbar ist, dass Opdenhövel so eine unfaire Äußerung offenbar nicht erwartet hat.
Im Gegensatz zu Hirschhausen und Pflaume ist Opdenhövel aber auch ein erfahrener und sehr professioneller Showmaster (und hier ein faires Jurymitglied).
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© Max R. P. Großmann. Layout: The Unstable Xanthous Trial
Marcel Eberhard
03.11.2011 18:06 //C4DpIch habe die Sendung nicht gesehen, aber so etwas als Juror zu sagen ist ein No-Go. Er darf natürlich seine eigene Meinung sagen, das ist sein Job. Jedoch muss sie so objektiv sein, dass sie keinen solchen Einfluss auf die Entscheidung der Zuschauer nimmt.
Mehr gibts dazu nicht zu sagen. Jeder der das anders sieht, sollte mal überprüfen ob sein Verstand noch intakt ist.